Blutegel

Blutegelbehandlung

Die ca. 2 – 4 cm großen Verwandten des Regenwurms leben im Süßwasser
und werden in Blutegelfarmen gezüchtet. Sie haben 3 Kiefer, sodass eine
kleine dreistrahlige Bisswunde (wie ein Mercedesstern) entsteht. Je nach
Ort und Art der Beschwerden werden 2-8 Blutegel “gesetzt”. Diese saugen
dann ca. 10 ml Blut innerhalb von 10 Minuten bis zu 2 Stunden und fallen
danach ab. Durch das Einbringen der Blutegelwirkstoffe kommt es zu einer
gewünschten Nachblutung, die mehrere Stunden andauern kann. Deshalb
darf diese Therapie u. a. nicht bei Einnahme von  blutverdünnenden
Medikamenten ( z.B. Marcumar) durchgeführt werden.
Der Egel gibt verschiedene Stoffe ins Blut ab, diese wirken
gerinnungshemmend, entzündungshemmend, antithrombotisch,
schmerzlindernd, lymphstrombeschleunigend, entstauend und leiten somit
Toxine und Stoffwechselschlacken aus.
Da der Blutegel sehr geruchsempfindlich auf Nikotin, Parfüm und andere
Duftstoffe reagiert, sollten bestimmte Vorkehrungen getroffen werden.

Häufige Anwendungsgebiete sind u. a. Kniegelenksarthrose,
chronische Schmerzen der Lendenwirbelsäule und des
Kreuzbeinbereichs, Venenleiden, Tinnitus und Migräne.